Prägende Ashtanga Yoga Jahre

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Ashtanga Yoga nackt

Die ers­ten sechs Jah­re mei­ner Ashtanga–Nackt-Yoga-Praxis waren mei­ne prä­gends­ten Jah­re. Kurz nach­dem ich einer ört­li­chen Yoga-Shala bei­getre­ten war, traf ich mei­ne ers­ten ech­ten Ashtan­ga-Yoga-Leh­rer, die dort einen Work­shop abhiel­ten. Sie haben ihren Sitz auf einer grie­chi­schen Insel, was bedeu­te­te, dass ich rei­sen muss­te, um bei ihnen zu ler­nen. Ihre Shala ist klein, dun­kel, sehr heiß und sehr über­füllt. Der Boden ist aus Beton und die Decke nied­rig. Es wer­den kei­ne Requi­si­ten und Blö­cke gedul­det, kei­ne Wand für Hand­stän­de erlaubt. Sie übten Hand­stän­de mit dem Leh­rer, und wenn es Ihnen ange­bracht erschien, muss­ten Sie es selbst tun – kei­ne Wand. Sie beweg­ten sich in der Übungs­rei­he nur dann wei­ter, wenn eine Asa­na pro­blem­los gemeis­tert wur­de, kei­ne Varia­tio­nen und Aus­re­den. Ich war total süch­tig danach. Jedes Jahr, etwa 6 Jah­re lang, reis­te ich nach Grie­chen­land, um in die­sem Shala zu schwit­zen und zu lei­den. Dar­über hin­aus folg­te ich mei­nen Leh­rern auf ihren Work­shops in ganz Euro­pa. Ich habe alles aufgesogen.

Den Rest des Jah­res übte ich allein zu Hau­se, natür­lich nackt. Nackt Yoga, so wie ich es von mei­nen Ashtan­ga Yoga Leh­rern gelernt habe. Kei­ne Pro­be­durch­läu­fe, kei­ne Wand und kein Her­um­spie­len mit Asa­nas jen­seits des­sen, was mir gege­ben wur­de. Ich stell­te die­sen Ansatz nie in Fra­ge. Jah­re­lang stand ich um 3 Uhr mor­gens vor der Arbeit auf und ging nackt auf mei­ne Mat­te, um mich mei­nen Dämo­nen zu stel­len. Am Anfang fühl­te ich mich sehr starr und ver­letz­lich, und mei­ne Gedan­ken waren auf Par­ty­stim­mung. Manch­mal gab es so viel Steif­heit und Schmerz, dass ich in Savasa­na wein­te. Ich schwor, dass ich auf­hö­ren wür­de, nur um gleich am nächs­ten Mor­gen wie­der auf­zu­ste­hen, um noch mehr davon zu erleben.

Ich weiß nicht, war­um ich wei­ter­mach­te, aber schließ­lich kam der Wan­del. Da ich auf mich allein gestellt war und nie­man­den hat­te, an den ich mich wen­den konn­te, hat­te ich kei­ne ande­re Wahl, als nach innen zu schau­en. Lang­sam und wider­wil­lig ver­stumm­te mein geschäf­ti­ger Geist. Mein Fokus rich­te­te sich tief auf den Schmerz und die Steif­heit. Dann fand ich völ­li­ge Stil­le. Dann fand ich Erleich­te­rung. Ich dach­te nichts, und ich fühl­te nichts. Ich schweb­te in der Stil­le und gab mich hin. Mei­ne Mus­keln ent­spann­ten sich – ich war zu Hau­se. Ich stell­te mich mei­nen Schwä­chen scho­nungs­los und ließ sie dann los. Es war ein lang­sa­mer, aber ste­ti­ger Pro­zess. Ob er voll­stän­dig ist, weiß ich nicht, aber ein Teil von mir ruht immer in die­ser süßen Stil­le – das ist mein Zuhau­se. Asa­nas kom­men jetzt viel leich­ter, aber sie sind viel weni­ger wich­tig. Ich habe mich von der Welt abgekoppelt.

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In den fol­gen­den Jah­ren reis­te ich über Grie­chen­land hin­aus nach Indi­en, ein­schließ­lich Mys­o­re, wie es von einem enga­gier­ten Asht­an­gi erwar­tet wird. Ich nahm an wich­ti­gen Work­shops teil und erhielt ein Lehr­zer­ti­fi­kat. Ich traf vie­le net­te Men­schen und hat­te gene­rell viel Spaß. Die “Yoga-Gemein­schaft” macht Spaß und ist unter­stüt­zend wie jede ande­re Inter­es­sen­grup­pe. Ich war frü­her ein lei­den­schaft­li­cher Seg­ler, und die Gemein­schaft war die glei­che, und das ist gut so. Es ist gut für Men­schen, die das glei­che Inter­es­se tei­len, zusam­men­zu­kom­men und sich gegen­sei­tig zu unterstützen.

Doch anders als beim Segeln ist Nackt Yoga kei­ne sozia­le Ange­le­gen­heit. Es ist eine Rei­se, die man, wenn man Erfolg haben will, schließ­lich allei­ne unter­neh­men muss. Es ist dort, wo die Angst auf­hört und die Lie­be beginnt. Mit Gleich­ge­sinn­ten NAckt Yoga zu prak­ti­zie­ren ist eine Freu­de, kann sich aber schnell in eine Kom­fort­zo­ne ver­wan­deln. Um die Yoga­pra­xis zu ver­tie­fen und über die Asa­na hin­aus­zu­ge­hen, ist es wich­tig, so viel wie mög­lich “Zeit für sich allein” zu haben. Das ist mit Sicher­heit schwie­rig. Es sind Tapas. Yoga in der Pra­xis ist Tapas, Selbst­stu­di­um und Hin­ga­be. So steht es in den Yoga-Sutras von Patan­ja­li. Das Ashtan­ga-Yoga-Sys­tem ist ein wun­der­ba­res Werk­zeug, das Sie, wenn es rich­tig gelernt und dann mit Bedacht prak­ti­ziert wird, den gan­zen Weg zum Zen­trum Ihrer See­le führt. Aber dort­hin kann man nur allein gehen. Es ist Ihre Seele.

Nackt Yoga ist eine inne­re Pra­xis. Der Rest ist nur ein Zir­kus. – Patt­abhi Jois

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