Ist Nackt Yoga Pervers?

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Nacktes Yoga = Pervers?

Nackt­heit ist kei­ne Per­ver­si­on. Der Ver­stand macht es so, schreibt Luna Phoe­nix Kunst

Ich unter­rich­te jetzt seit acht Jah­ren Nackt-Yoga. Das hat mir auf unter­schied­li­che Wei­se sowohl Türen ver­schlos­sen als auch geöffnet.

Ich bin auf ver­schlos­se­ne, per­ver­se Köp­fe gesto­ßen. Ich wur­de mit Fra­gen der Kör­per­po­si­ti­vi­tät kon­fron­tiert. Ich wur­de schon oft gefragt, ob es in mei­nen Kur­sen zu sexu­el­len Über­grif­fen gekom­men ist. Ich wur­de gefragt, ob ich sexu­el­le Akti­vi­tä­ten in mei­nen Yoga­stun­den erlau­be. Ich wur­de gefragt, ob ich einen tol­len Kör­per habe. Ich wur­de gefragt, ob ich all die “häss­li­chen Men­schen” her­ein­las­se, so wie es die FKK-Resorts tun. Ich wur­de gefragt, wie ich es ertra­gen kann, “häss­li­che Kör­per” anzu­schau­en. Ich wur­de gefragt, ob ich es hin­ter dem Rücken mei­nes Man­nes tue. Die Lis­te geht weiter.

Aber ich habe auch Gleich­ge­sinn­te getrof­fen, die die Frei­heit der Yoga­pra­xis ohne Klei­dung erlebt haben. Ich habe Men­schen getrof­fen, die durch Nackt-Yoga Hei­lung erfah­ren haben. Ich habe Men­schen getrof­fen, die ähn­li­che Erfah­run­gen mit sexu­el­len Trau­ma­ta gemacht haben wie ich und die durch die Yoga-Pra­xis ein Gefühl der Aus­ge­gli­chen­heit erfah­ren haben. Ich habe Paa­re getrof­fen, die mir sag­ten, dass sich ihre Inti­mi­tät durch die Pra­xis ver­bes­sert hat. Ich habe Men­schen getrof­fen, deren Denk­wei­se sich durch die Pra­xis eben­falls ver­än­dert hat.

Es ist das Wort “nackt” vor Yoga, das bei eini­gen Wider­stand gegen die Pra­xis aus­ge­löst hat. War­um ist das so? War­um den­ken die Men­schen, sobald sie die Wor­te “nackt”, “nackt”, “unbe­klei­det” hören, dass es um Sex geht?

Sich ändernde Haltungen

Die Ansicht zu Nackt Yoga ändert sich
Die Ansicht zu Nackt Yoga ändert sich

Die Urein­woh­ner hat­ten kei­ne Pro­ble­me damit, nackt zu sein, und es war für die Kin­der nicht so beschä­mend oder per­vers, wie es der Gedan­ke an Nackt­heit für die moder­ne Gesell­schaft heu­te ist. Erst durch die Ein­füh­rung der Reli­gi­on und ande­rer Kul­tu­ren lern­ten sie, dass ihr nack­ter Kör­per eine Schan­de ist, so wie es die Schlan­ge Adam und Eva lehr­te, als sie die ver­bo­te­ne Frucht aßen. Irgend­wie hat die moder­ne Gesell­schaft unse­ren Vor­fah­ren bei­gebracht, dass Nackt­heit falsch ist.

Lei­der bedeu­tet das, dass eini­ge Men­schen, die von Nackt-Yoga pro­fi­tie­ren könn­ten, es nie erfah­ren werden.

Eini­ge der vie­len Vor­tei­le, die ich beim Nackt-Yoga erfah­ren habe, sind Kör­per­be­wusst­sein und die Akzep­tanz mei­nes Kör­pers als hei­li­ger Tem­pel, der mei­ne kost­ba­re See­le, mei­nen spi­ri­tu­el­len Kör­per oder mein inne­res Ich schützt, wie auch immer du es nen­nen willst. Ich habe mich von der Scham befreit, die ich nach mei­nem sexu­el­len Über­griff emp­fun­den habe. Ich habe ein Ver­ständ­nis für mei­nen phy­si­schen Kör­per und mei­ne Ana­to­mie in jeder ein­zel­nen Kör­per­hal­tung gewonnen.

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Es gibt vie­le Arti­kel, die über die Vor­tei­le von Nackt-Yoga geschrie­ben wur­den, sei es von Autoren, die die Pra­xis am eige­nen Leib erfah­ren oder stu­diert haben.

Es ist die Art und Wei­se, wie dein Geist, dei­ne Gedan­ken die Nackt­heit wahr­neh­men, die dazu führt, dass die Pra­xis ent­we­der hei­lig oder per­vers ist. Das Vor­ur­teil über Nackt­heit kann durch die Fami­lie, die gesell­schaft­li­che Wahr­neh­mung, die Medi­en oder die Kul­tur ver­mit­telt wer­den. Vor­ur­tei­le kön­nen dazu füh­ren, dass jemand auf­grund von Erfah­run­gen, Mund­pro­pa­gan­da oder Fehl­in­for­ma­tio­nen nega­tiv oder posi­tiv auf eine Akti­vi­tät, einen Gedan­ken oder ein Pro­dukt reagiert. Sie kön­nen sich aber auch in bei­de Rich­tun­gen ändern.

Nach den Yoga Sutras von Patan­ja­li, einer Samm­lung von Prak­ti­ken und Weis­heits­fä­den, ist Yoga die Ein­heit von Geist, Kör­per und See­le. Das Ziel von Yoga ist es, den Geist von Schwan­kun­gen zu beru­hi­gen, damit wir uns mit unse­rer Wah­ren Natur ver­bin­den kön­nen, die den phy­si­schen Kör­per über­steigt und uns von den Zwän­gen des Geis­tes befreit. Dar­an arbei­ten Yoga-Prak­ti­zie­ren­de täglich.

Es gibt vie­le Über­set­zun­gen der Yoga Sutras, die man stu­die­ren kann. Außer­dem gibt es vie­le Yoga­schu­len und Yoga­phi­lo­so­phen, die ihre Inter­pre­ta­tio­nen der Sutras anbie­ten. Ich fühl­te mich durch die Leh­ren, die ich wäh­rend der 300-stün­di­gen Online-Yoga­leh­rer­aus­bil­dung des Indra Yoga Insti­tu­te, die ich vor kur­zem abge­schlos­sen habe, ken­nen­ge­lernt habe, am bes­ten aus­ge­rich­tet. Doch es gibt noch vie­le ande­re Orte, an denen man ler­nen kann, um sein Ver­ständ­nis zu verbessern.

Mein Nackt Yoga
Mein Nackt Yoga

Mein Nackt-Yoga

Ich habe auf Anre­gung mei­nes Part­ners ange­fan­gen, Nackt-Yoga zu unter­rich­ten, um mich von mei­nen Erin­ne­run­gen an sexu­el­le Über­grif­fe und Anhaf­tun­gen zu hei­len. Das ers­te Mal erfuhr ich von den Sutras im Jahr 2011 wäh­rend mei­ner ers­ten 200-Stunden-Yogalehrerausbildung.

Obwohl ich schon seit mei­nem 14. Lebens­jahr Yoga prak­ti­zier­te, ver­stand ich nicht, war­um es mir half, mich zu ent­span­nen und ruhig zu wer­den. Ich dach­te, es sei nur, weil ich still sein musste.

Als ich 2012 die Nackt­heit in mein Yoga ein­führ­te, spür­te ich zwar, dass ich mich mit jeder Übung bes­ser aus­rich­ten konn­te und die Scham von mir abfiel, aber ich konn­te mir nicht erklä­ren, war­um. Das erneu­te Stu­di­um der Sutras durch die jüngs­te Aus­bil­dung half mir wirk­lich zu ver­ste­hen, war­um das Prak­ti­zie­ren von Nackt-Yoga mich mit den Sutra-Inter­pre­ta­tio­nen in Ein­klang brachte.

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Der Kör­per ist nur ein phy­si­scher Aus­druck von etwas Grö­ße­rem in mir. Ob ich beklei­det bin oder nicht, spielt kei­ne Rolle.

Der phy­si­sche Kör­per, der Ver­stand und der Geist müs­sen ohne­hin eins sein. Nackt-Yoga gibt mir die Frei­heit, ohne Ablen­kung oder Unbe­ha­gen, Ein­heit zu üben und mich zu ver­bin­den. Es erlaubt mir, die Ele­men­te zu spü­ren, die mich umge­ben, so dass ich mich ohne Ein­schrän­kun­gen mit dem Gött­li­chen und der gesam­ten Schöp­fung ver­bin­den kann. Es erlaubt mir, eins zu sein mit Gott, dem Gro­ßen Geist, dem Gött­li­chen (oder wie auch immer du es nen­nen willst), denn ich bin mit nichts auf die­se Welt gekom­men, nur mit mei­nem Geburts­tags­an­zug bekleidet.

Wenn es also damals in Ord­nung war, war­um nicht jetzt? War­um kann ich mei­nem Gött­li­chen nicht auf der Mat­te begeg­nen und mich ohne Klei­dung mit allem ver­bin­den? War­um ist es per­vers, das zu tun? Nun, wenn du das denkst, dann ist es das für dich. Aber in mei­nen Augen ist der nack­te Kör­per ein natür­li­ches Phä­no­men und gött­lich inspi­riert. Klei­dung ist nur eine Not­wen­dig­keit für das Wet­ter und moder­ne Annehmlichkeiten.

Nackt Yoga ist Yoga. Man kann Klei­dung anha­ben oder Yoga ohne Klei­dung prak­ti­zie­ren. Du musst nicht zustim­men, aber beschmut­ze mei­ne Nack­tyo­ga-Pra­xis nicht mit dei­ner Voreingenommenheit!

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