Interview mit Dee Dussault: Nackt Ganja-Yoga

Vom ers­ten Atem­zug ihrer unkon­ven­tio­nel­len Prak­ti­ken von Nackt Gan­ja-Yoga, klei­der­lo­sem und sexu­el­lem Erwe­ckungs­yo­ga an, kann man nicht anders, als fas­zi­niert zu sein. Die Erkun­dung ihrer Web­site, die ihren selbst­er­nann­ten Titel als Sexu­al­päd­ago­gin, Bezie­hungs­coach, zer­ti­fi­zier­te Hatha-Yoga-Leh­re­rin und Tan­tra-Prak­ti­zie­ren­de erklärt, gleicht eher einem psy­che­de­li­schen Trip als einer bei­läu­fi­gen Durch­sicht des Webs. Ein Gespräch mit ihr ist wie eine Rück­beu­ge in ein ande­res Uni­ver­sum, in dem sich die ein­fachs­ten Hand­lun­gen der mensch­li­chen Natur ent­zün­den und völ­lig neue Hal­tun­gen einnehmen.

Dus­s­ault ist die ers­te Per­son, die öffent­lich mit Can­na­bis ver­stärk­te Nackt-Yogakur­se anbie­tet. Jeden Mon­tag- und Mitt­woch­abend seit Sep­tem­ber “raucht” eine Grup­pe von etwa 16 Män­nern und Frau­en in dem dua­len Kunst­ga­le­rie/Can­na­bis-Kol­lek­tiv-Stu­dio namens Mer­chants of Rea­li­ty in der Ninth Street in San Fran­cis­co und begibt sich nackt auf per­sön­li­che Rei­sen der Selbst­er­kun­dung. Mit einer gül­ti­gen medi­zi­ni­schen Mari­hua­na-Kar­te oder indem sie ein­fach “ihr eige­nes Ding vor der Klas­se machen”, kön­nen die Schü­ler in eine mys­ti­sche Erfah­rung ein­tau­chen, die Can­na­bis und die lang­sa­men Bewe­gun­gen des Nackt-Yoga kombiniert.

Aber das ist noch nicht alles. Dus­s­ault, die noch kein eige­nes Stu­dio besitzt, son­dern seit zwei Jah­ren ihr unkon­ven­tio­nel­les Nackt-Yoga in der Bay Area “befruch­tet”, bie­tet eine Viel­zahl von öffent­li­chen und pri­va­ten Klas­sen an, die von Sexu­al­coa­ching bis hin zu kom­plett nack­tem sexu­el­len Yoga rei­chen. Ihr Sexu­al­coa­ching, das manch­mal mit sexu­el­lem Erwa­chen und Tan­tra-Yoga kom­bi­niert wird, ermög­licht es Men­schen, sich mit ihrer Sexua­li­tät und “nicht-nor­ma­ti­ven” sexu­el­len Erfah­run­gen woh­ler zu füh­len. Dus­s­ault lehrt alles, von der Beherr­schung der Mas­tur­ba­ti­on bis zum Orgas­mus allein durch Atmung. Ihre klei­der­frei­en Nackt-Yoga­klas­sen sind sehr sinn­lich und bie­ten eine hei­len­de Umge­bung, in der Men­schen mit ihrem Kör­per in Frie­den kom­men können.

Dus­s­ault geht es um die kon­ti­nu­ier­li­che Erfor­schung, sowohl in unse­rer Welt als auch in uns selbst. Sie bie­tet eine siche­re und akzep­tie­ren­de Umge­bung für Schü­ler aller Art, um “trip­pi­ge Selbst­ent­de­ckung” zu erleben.

Nackt Ganja-Yoga
Nackt Gan­ja-Yoga – Can­na­bis und Nackt-Yoga in der Natur

DC: Könn­test du mir die spi­ri­tu­ell erwe­cken­den Eigen­schaf­ten erklä­ren, von denen du glaubst, dass Mari­hua­na sie besitzt?

DD: Ja, auf jeden Fall! Offen­sicht­lich hängt eine Men­ge davon ab, sowohl von der Sor­te der beson­de­ren Art von Can­na­bis, die die Leu­te kon­su­mie­ren, und auch die Dosis macht einen wirk­lich gro­ßen Unter­schied … und die Umge­bung, weißt du, die Umge­bung, sowohl inner­lich (und dei­ne Stim­mung und dei­ne Ener­gie und dei­ne Gedan­ken), aber auch die Umge­bung, in der du dich äußer­lich befin­dest. Wenn die Umge­bung, die Dosis und die Sor­te auf­ein­an­der abge­stimmt sind, hat Mari­hua­na-Alter­na­ti­ven, mit oder ohne Nackt-Yoga, eine unglaub­li­che Fähig­keit, Men­schen zu hel­fen, sich zu entspannen.

Rein men­tal hat es die Fähig­keit, Tei­le des Gehirns aus­zu­schal­ten, die in unse­rer Kul­tur oft über­stra­pa­ziert wer­den – Tei­le des Gehirns, die mehr mit dem Ver­stand arbei­ten. Tei­le des Gehirns, die mehr mit Krea­ti­vi­tät und Intui­ti­on oder Sinn­lich­keit ver­bun­den sind – wie Musik oder Tan­zen oder Sex. Die­se Tei­le des Gehirns und die­se Tei­le des Kör­pers sind leben­dig mit Can­na­bis. Can­na­bis eig­net sich wirk­lich gut für die­se nicht-linea­ren, nicht-pro­duk­ti­ven Wege, die wir in unse­rer Kul­tur wirk­lich mehr gehen müssen.

DC: Was wür­dest du zu den Leu­ten sagen, die behaup­ten, dass ein spi­ri­tu­el­les Erwa­chen, wenn sie Gras kon­su­mie­ren, kein ech­tes ist, weil Che­mi­ka­li­en ver­wen­det wur­den, um dort­hin zu gelangen?

DD: Ich wür­de sagen, dass alles, was wir zu uns neh­men, auf der Grun­de­be­ne eine Che­mi­ka­lie ist. Alles hat auf sei­ner Basis­ebe­ne Aus­wir­kun­gen auf uns. Zitro­nen, zum Bei­spiel, wer­den viel­leicht nicht als psy­cho­ak­ti­ve Dro­ge ange­se­hen, aber der Geruch von Zitro­nen kann dazu füh­ren, dass man sich wacher fühlt. Wenn jemand sagen wür­de, du bist nicht wirk­lich wach, die Zitro­ne hat das für dich getan, wür­den wir sagen, dass das irgend­wie albern ist. (Weed) ist eine Pflan­ze, die sehr weni­ge uner­wünsch­te Wir­kun­gen hat, wenn sie bewusst und ver­ant­wor­tungs­voll ein­ge­setzt wird.

JETZT LESEN  Nackt meditieren

DC: Im Sin­ne von “trip­py self-dis­co­very”, was für Din­ge hoffst du, dass dei­ne Schü­ler wäh­rend des Gan­ja-Yoga über sich selbst entdecken?

DD: Nun, ich mei­ne, ich den­ke, eines der wich­tigs­ten Din­ge, derer man sich bewusst wer­den soll­te, ist die wirk­lich rei­che und kon­stan­te Welt der sen­so­ri­schen Erfah­rung, die immer in unse­rem Kör­per statt­fin­det: der Fluss des Blu­tes, die Bewe­gung der Glied­ma­ßen, das Krib­beln, die Hit­ze, und du weißt schon, ein­fach die ver­schie­de­nen Orte, an die der Geist gehen kann – es ist fas­zi­nie­rend. Men­schen berich­ten von die­sen psy­che­de­li­schen Wel­len, die ihren Kör­per beschrei­ben, wenn sie nur ein wenig Can­na­bis zu sich genom­men haben – das psy­cho­ak­ti­ve oder psy­che­de­li­sche Effek­te hat. Ich den­ke, der Haupt­teil ist es, den Men­schen zu hel­fen, sich mehr zu ver­kör­pern und sich mehr auf all die Phä­no­me­ne ein­zu­stel­len, die die gan­ze Zeit über passieren.

DC: Wie denkst du, dass dein klei­dungs­frei­es Yoga den Men­schen mit ihrem Kör­per­bild hilft?

DD: Die­se Klas­sen geben den Men­schen die Mög­lich­keit, ein­fach nackt zu sein oder nackt zu sein, was an sich für vie­le Men­schen sehr unge­wohnt ist. Vie­le Men­schen sind nur in der Dusche nackt, und sobald sie aus der Dusche kom­men, sind sie ange­zo­gen, und dann sind sie für 23 und drei­vier­tel Stun­den am Tag ange­zo­gen. Es hilft den Leu­ten zu erken­nen, dass es wirk­lich nor­mal oder natür­lich ist, kei­ne Klei­dung zu tra­gen, und es fühlt sich wirk­lich lecker und befrei­end an, und die Leu­te füh­len sich oft wirk­lich gestärkt. Sie erken­nen – vor allem in den öffent­li­chen Kur­sen, wenn sie all die ver­schie­de­nen Arten von Kör­pern sehen, die auf­tau­chen – die Viel­falt der mensch­li­chen Form. Ich den­ke, dass sie ihren eige­nen Kör­per bes­ser akzep­tie­ren können.

DC: Für jeman­den, der sehr beschäf­tigt ist, also für wie alle Ber­ke­ley Stu­den­ten, was sind eini­ge Din­ge, die wir in unse­rem Sexu­al­le­ben tun kön­nen, um glück­li­cher zu sein?

DD: Ich weiß nicht, ob ich Col­le­ge-Stu­den­ten sagen soll­te, wie sie Sex haben sol­len … (lacht) … Nun, wenn wir Din­ge zum ers­ten Mal tun, gibt es ein gewis­ses Maß an Unsi­cher­heit oder Man­gel an Ver­trau­en, und wir sind nicht sicher, ob wir es rich­tig machen und ver­glei­chen uns mit unse­ren Kom­mi­li­to­nen. Ich den­ke ein­fach, dass Frau­en aktiv Ver­ant­wor­tung für ihre sexu­el­len Bedürf­nis­se und ihre sexu­el­len Wün­sche über­neh­men soll­ten und sich dar­in üben soll­ten, die­se zu kom­mu­ni­zie­ren, sogar mit sich selbst, in einem Tage­buch oder indem sie die Wor­te laut aus­spre­chen oder mit weib­li­chen Freun­den und idea­ler­wei­se mit Part­nern bei­der Geschlech­ter – um wirk­lich zu üben, nach dem zu fra­gen, was wir wol­len und unse­re Gren­zen wirk­lich deut­lich zu machen und sie zu teilen.

DC: Du sprichst von Erfor­schung und all die­ser Spi­ri­tua­li­tät. Fin­dest du, dass du dich mehr der Spi­ri­tua­li­tät als der Reli­gi­on zuwendest?

DD: Tan­tra ist ein spi­ri­tu­el­ler Weg. Es ist kei­ne Reli­gi­on. Es ist ein spi­ri­tu­el­ler Weg, der die Nut­zung jeder mensch­li­chen Erfah­rung erlaubt. Bestimm­te Reli­gio­nen sagen viel­leicht, dass du kein schar­fes Essen essen sollst, weil das Gewürz dich lei­den­schaft­lich macht, und wenn du lei­den­schaft­lich bist, wirst du nicht medi­tie­ren, du wirst nur tan­zen und mas­tur­bie­ren wol­len – und natür­lich nicht tan­zen und nicht mas­tur­bie­ren und nicht nackt her­um­lau­fen und kei­ne Dro­gen neh­men, kei­nen Sex haben. Im Tan­tra kannst du all das tun. Wut, Angst, Lan­ge­wei­le, Erre­gung, was auch immer, jede mensch­li­che Erfah­rung, ein­schließ­lich Psy­che­de­li­ka, sind ein Teil des Lebens. Wenn du dich also zu ihnen hin­ge­zo­gen fühlst, kannst du sie benut­zen, und es kann von spi­ri­tu­el­lem Nut­zen sein. Es ist also kei­ne Reli­gi­on, aber es ist ein Weg, unser per­sön­li­ches, indi­vi­du­el­les Bewusst­sein oder unse­re Iden­ti­tät mit etwas Grö­ße­rem als uns selbst zu ver­ei­nen. Du kannst ein Ritu­al dar­aus machen. In vie­ler­lei Hin­sicht ist es nicht mei­ne Reli­gi­on, aber es ist mein spi­ri­tu­el­ler Weg.

JETZT LESEN  Nackt Hot Yoga

DC: Was wür­dest du dir wün­schen, dass die Medi­en die Dar­stel­lung von Sex ändern würden?

DD: Ich den­ke, es wäre groß­ar­tig, wenn Sex weni­ger line­ar dar­ge­stellt wer­den wür­de. Zum größ­ten Teil ist der Sex in Fil­men und Fern­seh­sen­dun­gen in vie­ler­lei Hin­sicht von dem Sex geprägt, der in Por­nos gezeigt wird. Die­ser Sex ist sehr line­ar – es wird ein biss­chen geknutscht, man weiß, dass man den Berg hin­auf­steigt zu mehr Erre­gung, mehr geni­ta­le Berüh­run­gen pas­sie­ren (wie Vor­spiel, Oral­sex, die­ses Zeug), und dann ist der Sex die Spit­ze des Ber­ges – Geschlechts­ver­kehr soll­te ich sagen – und dann den­ke ich, in der heu­ti­gen Zeit möch­ten Män­ner, dass Frau­en auch kom­men, so dass sie zum Höhe­punkt kom­men und idea­ler­wei­se zur glei­chen Zeit, und dann geht der Berg hin­un­ter und der Sex ist vor­bei. Aber in der Rea­li­tät hat Sex oft eine Men­ge Höhen und Tie­fen, und ich mei­ne nicht gut und schlecht. Ich mei­ne, manch­mal hast du Geschlechts­ver­kehr und wech­selst dann wie­der zum Oral­sex. Oder ihr habt Geschlechts­ver­kehr und hört für eine Sekun­de auf und ringt und kichert und kit­zelt euch ein biss­chen. Die Idee, dass der Geschlechts­ver­kehr oder der Orgas­mus die Spit­ze des Ber­ges ist und es nur eine Berg­spit­ze gibt, ist ein Trug­schluss. Es gibt ande­re Mög­lich­kei­ten, Orgas­men nur mit dem Atem zu haben, die nicht ein­mal geni­ta­le Berüh­run­gen beinhal­ten, und sie füh­len sich genau­so gut an – sie sind irgend­wie unver­gleich­bar mit einem geni­ta­len Orgas­mus, sie füh­len sich ein­fach so anders an, aber sie füh­len sich so erstaun­lich und gut und köst­lich und hei­lend an.

DC: Wo kön­nen wir nach gesün­de­ren Vor­stel­lun­gen von Sex suchen?

DD: Ich mei­ne, wenn du kannst, komm zu einer Sit­zung mit mir. Komm zu einem mei­ner Kur­se. Aber wenn das nicht mög­lich ist, wür­de ich dir ein­fach ein paar Tan­tra-Bücher in die Hand drü­cken, denn die Art und Wei­se, wie Tan­tra Sexua­li­tät kon­zep­tua­li­siert, kann wirk­lich bewusst­seins­öff­nend und umwer­fend sein. Mein Lieb­lings-Tan­tra-Buch für Anfän­ger heißt “Urban Tan­tra”, und die Autorin – ich glau­be, sie ist aus der Gegend – heißt Bar­ba­ra Car­rel­las. Dann, wenn du Freun­de hast, die auch inter­es­siert sind an, ich schät­ze, man könn­te es nicht-nor­ma­ti­ve Sexua­li­tät nen­nen, oder eine erwei­ter­te Sexua­li­tät, wenn ihr ein­fach zusam­men­kommt und dar­über redet und euch gegen­sei­tig bestärkt, z.B. wenn du bereit bist, etwas Unge­wöhn­li­ches mit dei­nem Part­ner zu machen und du erzählst es dei­nen Freun­den, jetzt hast du sie inspi­riert. Dann wer­det ihr zu die­sem Momentum.

 

Wie fandest Du diesen Nackt-Yoga Artikel / Video?

/ 5 Bewer­tun­gen: 4

Your page rank: 

Viele unzensierte Nackt-Yoga & Fitness Videos und Fotos

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Scroll to Top
nackt yoga club logo
Spendiere mir einen Kaffee
und erhalte dafür
als Dankeschön
Neues Gratis Nackt Yoga Video