Hand anlegen beim Nackt Yoga Berlin

Nackt Yoga Berlin: Berührungen beim Nackt Tantra Yoga sind gewollt

Nackt Yoga ist en vogue – und die Angebote sind manchmal ungewöhnlich. Nackt Yoga hat auch in Berlin seinen Platz. Gekoppelt mit Tantra, hat es sogar eine sexuelle Komponente. Wir probieren es selbst aus und gehen zum Tantra Yoga – wo Yoni und Lingam zur Selbstliebe einladen.

Tantra hat etwas mit Sex zu tun – so viel ist klar. Aber was kann man von einem Tantra Yoga Kurs erwarten? Kaum hatte ich mich angemeldet, setzten die ersten Zweifel ein: War das wirklich eine gute Idee? Was wird dort passieren? Geht es nur um spirituelle Erfahrungen oder wird es tatsächlich Hands on geben? Wo sind die Grenzen?

Nackt-Yoga ist in den USA der letzte Schrei und ist nun auch hier in Berlin angekommen. Aber wer macht es? Oder anders gefragt: Wer braucht es überhaupt? Und: ist es wirklich so befreiend, wie es von Befürwortern der Freikörperkultur angepriesen wird? Es gibt nur einen Weg, das herauszufinden: selbst mitmachen. So viel zur Motivation, es einmal auszuprobieren.

Berührungen beim Nackt Tantra-Yoga sind gewollt
Berührungen beim Nackt Tantra-Yoga sind gewollt

Nacktes Yoga zu machen ist nur in Berlin bei “Tantra Yoga” möglich. Mit anderen Worten: Es geht nicht nur darum, beim Yoga keine einengende Kleidung zu tragen, sondern auch darum, die eigene Sexualität neu zu entdecken, um mehr Wohlbefinden und Selbstzufriedenheit zu erreichen. Andere Nackt-Yoga-Kurse – ohne die sexuelle Komponente – gibt es noch nicht.

Tantra-Yoga – Dafür muss man schon ein bisschen verrückt sein.”
Tobias Biland, Tantra-Yoga-Lehrer

Zugegeben, die Aussicht, sich auf Tantra Yoga in einer gemischten Gruppe einzulassen, hinterlässt ein mulmiges Gefühl. Auch im Hinblick auf ganz praktische Fragen – wie etwa die Körperpflege. Was wird dort von dir erwartet? Und was erwartest du von den anderen Teilnehmern? Modern brasilianisch, klassisch buschig oder eher eine moderate Zwischenlösung?

Aphrodisiakum-Tee als Eisbrecher

Nervös betreten zwei von uns das Gebäude am Kottbusser Damm, wo der zweistündige Nackt Tantra-Yoga Kurs in Berlin stattfindet. Wir werden von einem Mann mittleren Alters begrüßt, der sich als Tobias vorstellt und uns herzlich willkommen heißt. Er bietet uns eine Tasse Tee an. “Die Teemischung ist hausgemacht”, sagt er, während er einschenkt. “Sie hat eine aphrodisierende Wirkung.” Er sei gerade aus dem Urlaub zurückgekommen und habe sich wegen der Klimaanlage eine kleine Erkältung eingefangen, erzählt der Berliner Tantra Yogalehrer weiter. Er wirkt sympathisch. Smalltalk löst die Anspannung – das ist bei der Gynäkologin nicht anders.

Nachdem zwei weitere Frauen den Raum betreten haben, ist die Gruppe komplett. Es sind zwei sympathische Frauen um die 40, eine Ungarin und eine Deutsche, beide schlank und braungebrannt – eine von ihnen sogar nahtlos, wie sich später zeigen wird. Für beide ist es auch das erste Mal, dass sie eine Nackt-Yogastunde besuchen. Doch während die Ungarin sehr offen wirkt, kann man der Deutschen ihre Nervosität ansehen. Sie lächelt verlegen und redet nicht viel.

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In einer kleinen Vorstellungsrunde erfahren wir, dass keine von uns Tantra-Erfahrung hat und nicht so recht weiß, was sie erwarten wird. Auch bei den anderen Frauen war es die Neugierde, die sie dazu verleitet hat, sich darauf einzulassen.

“Heute findet Tantra Yoga im kleinen Rahmen statt”, sagt Tobias, der diese Kurse seit sieben Jahren in Berlin anbietet. Normalerweise, sagt er, sind die Männer in der Überzahl. So ist unser Lehrer an diesem Abend der einzige anwesende Mann. Eine Erleichterung. Wie kommt er dazu, diesen Kurs anzubieten? “Man muss schon ein bisschen verrückt sein, um das zu machen”, lacht er.

Tantra Yoga für den schnellen Sex?

“Oft brauchen Männer diesen Kurs, um wieder zu ihrer natürlichen Sexualität zu finden”, sagt er. Durch Medien und Pornografie, sagt er, wird ein falsches Bild vom menschlichen Körper, der Lust und dem Sex vermittelt. Tantra Yoga und sein Kurs sind keine Philosophie für schnellen Sex und keine Partnervermittlung, das ist ihm wichtig.

Tantra Yoga unterstützt, den eigenen Körper so zu lieben, wie er ist. “Es geht vor allem darum, die Selbstliebe, das Gefühl der Begeisterung, der Lust und der Erregung zu erforschen und neu zu definieren. Positive Gefühle sollen gestärkt und intensiviert werden”, sagt Tobias. Das helfe nicht nur, sich besser zu fühlen, sondern auch, alte Verhaltensmuster abzulegen, eine natürliche Anziehungskraft zu entwickeln und so bessere Partnerschaften zu führen.

Nachdem das Eis gebrochen ist, ziehen wir uns nackt aus und betreten den eigentlichen Kursraum. Die Vorhänge sind zugezogen, das Licht ist gedimmt und eine Ölkerze flackert in der Mitte des Raumes. Wir bilden einen Kreis um sie. Nun können wir beginnen.

“Yoni, das ist der Begriff für deine Muschi im Tantra.”
Tobias Biland

Tantra Yoga für den schnellen Sex?
Tantra Yoga für den schnellen Sex?

Die Quelle der Lebenskraft

Wir beginnen damit, unsere Chakren zu erwecken und sie in ihren Farben zu visualisieren. Dazu werden verschiedene klassische Yogapositionen eingenommen und Mantras gesungen. Besondere Aufmerksamkeit wird dem Sakralchakra – dem Sitz der Libido – geschenkt. “Lege deine Hand auf deine Yoni“, instruiert der Yogalehrer. “Yoni ist im Tantra der Name für deine Muschi.” Die Wortwahl ist irritierend.

Er legt seine Hand auf seinen Lingam, das männliche Gegenstück zur Yoni. “Das ist die Quelle der Lebenskraft und die Basis des sexuellen Vertrauens”, erklärt Tobias. Deshalb sei es wichtig, Liebe und Wertschätzung für unsere Yoni zu empfinden, sagt er. Wieder werden Atemübungen gemacht und Mantras gesungen. Alles fühlt sich natürlich an. Wir sind entspannt und machen mit.

Wir fahren mit Partnerübungen fort. Die Yogalehrerin demonstriert die Positionen – auch bekannt aus dem traditionellen Yoga – und dann führen wir Frauen sie zu zweit aus. Gegenseitige Berührungen bleiben außerhalb der Intimzone und damit in unserer Komfortzone.

Yoni ist im Tantra der Name für deine Muschi.
Yoni ist im Tantra der Name für deine Muschi.

Eine nicht ganz alltägliche Meditation

Das Nackt sein ist nicht störend. Zum ersten Mal stellen wir fest, dass es sogar seine Vorteile hat. Keine verschwitzten Klamotten – und wir haben es noch nie so leicht gefunden, beim Yoga nicht von anderen abgelenkt zu werden. Du behältst deine Gedanken für dich und konzentrierst dich auf deinen eigenen Körper. Intensiver als wir es bisher im “konventionellen” Yoga erlebt haben.

“Seine Gefühle mit Stöhnen auszudrücken ist etwas, das man erst einmal lernen muss, und zwar immer wieder.”
Tobias Biland

Wir versammeln uns wieder im Kreis und nehmen eine Meditationshaltung ein. Nach ein paar Minuten Atemübungen wird klar, dass dies keine gewöhnliche Meditation bleiben wird. “Lege nun deine rechte Hand auf deine Yoni und stimuliere die rechte Brustwarze mit der linken in einer kreisenden Bewegung”, werden wir aufgefordert. Nach einer gewissen Zeit werden die Seiten gewechselt. Schließlich soll auch die Yoni stimuliert werden. Die Geräusche im Raum verraten es: Einige der Teilnehmer können sich mehr gehen lassen als andere. Auch der Yogalehrer hat keine Hemmungen.

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Auch Stöhnen will gelernt sein

Als letzte Übung vor dem Ende der Stunde legen wir uns alle auf den Rücken, heben das Becken an und lassen es immer wieder auf den Boden fallen. Der Yogalehrer gibt das Tempo vor – und wird schneller und schneller. Dabei sollen wir laut stöhnen. “In vielen Fällen muss man neu lernen, wie man seine Gefühle, Freude und Lust ausdrücken kann”, sagt die Lehrerin, die auch als Sexualtherapeutin in Berlin arbeitet, wie wir später erfahren.

Stöhnen will gelernt sein
Stöhnen will gelernt sein

Schließlich setzen wir uns wieder in einen Kreis und sprechen über die Erfahrungen der vergangenen zwei Stunden. Alle sind sich einig: Man ist entspannt und konnte den eigenen Körper intensiv wahrnehmen. Es war eine nicht alltägliche Erfahrung, die besonders bei der Ungarin gut ankam. Sie konnte sich komplett fallen lassen und wird nicht zum letzten Mal an diesem Kurs teilnehmen. Die Deutsche hingegen hatte ein wenig Mühe, sich darauf einzulassen – sobald sie ihre Kleidung wieder angezogen hatte, verschwand sie.

In Wirklichkeit gar nicht so schlecht

Für uns war der Kurs eine besondere Erfahrung, die sich aber dennoch natürlich anfühlte. In dieser Hinsicht waren wir positiv überrascht. Wir fühlten uns nicht unter Druck gesetzt, das Gefühl, den Raum panisch verlassen zu wollen, war – wider Erwarten – nicht vorhanden. Tobias, der Kursleiter, hinterließ einen professionellen Eindruck. Auch die Chemie zwischen den Teilnehmern stimmte.

Was uns in Erinnerung bleibt, sind weniger die sexuellen Aspekte des Tantra Yoga, sondern viel mehr die Erfahrung, beim Yoga nackt zu sein. Auch wenn die Vorstellung davon ungewöhnlich ist, in der Realität ist es halb so wild. Es hat absolut nichts mit Voyeurismus zu tun, im Gegenteil: man ist sich selbst näher und nimmt andere weniger wahr, als man annehmen würde. In diesem Sinne ist es eine Erfahrung, die wir definitiv empfehlen können – wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen.

By X-Art

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